Smartphones gehören für Kinder und Jugendliche zum Alltag!

Waren in den vergangenen Jahren noch Handys das Maß aller Dinge, heißt jetzt das Objekt der Begierde: Smartphone. Mit einer Funktionalität, von der die ­meisten PCs nur träumen können, sind Smartphones die passenden Begleiter für alle Lebenslagen. Wer heute noch mit einem klassischen Handy auf dem Schulhof steht, ist quasi „out“. Das Sagen in der Gruppe hat derjenige mit der neuesten Android-Version auf seinem Smartphone oder wer als erster das neue iPhone in seinen Händen halten wird.

 

Diese Entwicklung passiert natürlich nicht von ungefähr – hier arbeiten Industrie, Werbung und Telefonprovider Hand in Hand, um die Verbreitung von Smartphones in kürzester Zeit rasant zu steigern. Die Industrie präsentiert in kürzester Zeit immer wieder neue Smartphones oder Modell-Updates, die immer noch kleiner oder größer sind, immer noch schneller arbeiten und immer über noch mehr innovative Features verfügen. Die Werbeindustrie freut sich darüber und informiert in ihren unzähligen Kata­logen und Flyern plakativ oder ausführlich über die neuesten Geräte. Und damit die technischen Wunderwerke auch schnell unter die Leute kommen, locken die Telefonprovider mit subventionierten Smartphones, als Anreiz für vorzeitige und reguläre Vertragsver­längerungen.

 

Nutzen Eltern so ein Angebot, wird das bisherige Smart­phone in der Familie weitergegeben und so kommen auch immer mehr Jüngere in den Besitz ­modernster Technik. Das erste Handy für die Kinder wurde einst aus Gründen der Erreichbarkeit für den Fall der Fälle angeschafft und vielleicht auch ein wenig als Kontrollinstrument. Mit ihren modernen Smartphones steht Kindern und Jugendlichen dagegen die ganze Welt der Kommunikation und auch alle multimedialen ­Angebote des Internets zur freien Verfügung. Kinder begeben sich damit auf ein für sie noch unbekanntes Terrain. Sie stoßen auf nicht altersgerechte Inhalte ebenso wie auf Kostenfallen in Spiele-Apps. Dass sich bei bestimmten Anwendungen Viren einschleusen können oder sie unwissentlich bzw. unfreiwillig Daten freigeben, ist ihnen noch nicht bewusst.
Die Sorgen der Eltern sind dementsprechend nachhaltig und begründet.

 

Das Smartphone in Kinderhänden

Den Trend, dass die Smartphone-Nutzer immer jünger werden, bestätigen auch die Ergebnisse der aktuellen BITKOM-Studie zum Thema Nutzung digitaler Medien von Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren. Laut Umfrage besitzt schon ein Fünftel der 6- bis 7-Jährigen ein eigenes Smartphone. Dieser Anteil wächst in der Alterklasse von 8 bis 11 Jahren rasant an. Im Alter von 12 bis 13 Jahren gehören Smartphones mit einer Verbreitung von inzwischen 85 Prozent zur Standardausstattung. Aufgrund ihrer eingeschränkten Funktionalität verschwinden indes klassische Handys dagegen sehr schnell vom Markt.

Wie und wozu Smartphones eingesetzt werden, ist eine Frage des Alters. Rund die Hälfte der 6- bis 7-Jährigen nutzt ihr Smartphone für Online-Spiele, Spiele-Apps und ähnlich viele schauen damit Videos im Internet. Andere Anwendungen wie Communitys und Chats gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die Nutzung sozialer Netzwerke beginnt mit 10 bis 11 Jahren und steigert sich bei 16- bis 18-Jährigen bis auf 85 Prozent. Die beliebtesten sozialen Netzwerke sind augenblicklich WhatsApp vor Facebook. Platz drei belegt Skype vor Google+, Instagram und Twitter.