Sorgen der Eltern, wenn ihre Kinder Smartphones nutzen

Smartphones sind aus der Welt von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Telefonieren, SMS, Fotos, Musik, Videos, Spiele und Chatten in sozialen Netzwerken gehören heute zur Alltagsbeschäftigung.

 

Neben Schulen und Jugendeinrichtungen sollten vor allem die Eltern ihre Kinder auf dem Weg in die digitale Welt begleiten und unterstützen. Denn kaum ein Jugendlicher geschweige denn ein Kind ist sich der vielen Risiken und Gefahren bei der Onlinenutzung von Smartphones bewusst: Getarnte Kostenfallen, unseriöse Angebote, gesundheitliche Risiken oder Suchtpotentiale, um nur einige zu nennen. Das Angebot an kindgerechten Inhalten liegt nur ein paar Mausklicks von Hasspropaganda, Porno­grafie, Happy-Slapping oder Splatter-Videos entfernt. Zudem können Kinder und Jugendliche bei der Nutzung von Internet-Tauschbörsen schnell ins Visier von Abmahnanwälten der Musik- und Filmbranche geraten und kriminalisiert werden. Ganz abgesehen von Cyber-Mobbing-Attacken durch böswillige Dritte oder falsche Freunde.

 

Da Smartphones technisch gesehen noch relativ junge Produkte sind, ist es schwer, sichere Aussagen über mögliche gesundheitliche Langzeit- und Folge­schäden bei der Nutzung zu treffen. Sicher ist jedoch die Erkenntnis, dass durch das ständige Up-To-Date-Sein und die durchgängige Erreichbarkeit sowohl bei Erwachsenen als auch bei Jugendlichen Stress­symptome auftreten können. Darüber hinaus besteht bei vielen Eltern die Sorge, dass Smartphones mit ihren Apps den Kindern und Jugendlichen zunehmend das Denken abnehmen: Orientierung wird durch interaktive Karten, Allgemeinwissen durch Online-Lexika und die eigene Merkfähigkeit durch klingelnde Terminkalender ersetzt – das Schlagwort heißt „digitale Demenz“. Eine weitere große Gefahr sehen Eltern zudem in der Iso­lation und der emotionalen Vereinsamung ihrer Sprösslinge. Statt Kicken auf dem Bolzplatz werden heute die sozialen Kontakte in Chatrooms und anderen virtuellen Welten des Internets per Smartphone gelebt und körperliche Bewegung bei Sport oder Spiel kommen letztendlich auch zu kurz. Das alles sind gute Gründe, mit Protect Your Kid die Smartphone Nutzung einzuschränken bzw. sinnvoll zu Regulieren.