13. Empfohlene Apps für Kinder Handys

Lieber Leser, liebe Leserin,
 
letzte Woche habe ich Ihnen bereits ein paar Begriffe rund ums Smartphone erklärt. Dies kann hilfreich sein, um einen guten Einstieg mit Ihrem Kind in ein Gespräch ums Gerät zu schaffen.
 
Auch heute sehen wir, wie es um Ihr Wissen rund ums Smartphone steht. Steigen wir gleich ein.
 
Beginnen wir mit dem Begriff „App“. Wissen Sie, dass dieser die Abkürzung ist für „Application Software“? Schauen Sie mal, ob Ihr Kind das weiß. Apps für Smartphones sind nämlich der Renner und äußerst beliebt. Eine „Application Software“ ist eine Anwendersoftware, also quasi so etwas wie ein kleines Computer-Zusatzprogramm. Es erfüllt zusätzliche Funktionen, die das Smartphone allein nicht ausführen kann. Im Juli 2014 waren im Google Play Store 1,3 Millionen Apps verfügbar. Im Jahr 2013 wurden über 100 Milliarden Apps runtergeladen, im Jahr 2017 sollen es 268 Milliarden sein.
 
Apps haben unzählige Funktionen: Sie zählen Kalorien, fungieren als Navi, dienen als Chat, sagen das Wetter vorher, helfen beim Lernen und ermöglichen das Buchen von Flugtickets, oder schützen Ihr Kind vor unkontrolliertem Smartphone Gebrauch, um nur einen Bruchteil der Möglichkeiten zu nennen. Es gibt kostenlose und kostenpflichtige Apps. Die teuerste App kostet fast 800.- Euro. Achten Sie also darauf, welche Apps sich Ihr Kind lädt und benützt und schränken Sie diese ggfs. ein um böse Überraschungen zu vermeiden.
 
Ein kleine Übersicht empfohlener Apps für Kinder laut „Chip“ sind: „Dr. Panda Supermarkt“, „Fiete“, „Lola auf Entdeckungsreise“, „Pepi Doctor“, „Eric Carle`s My Very First App“, „Zählen 1 2 3 HD“. Die Zeitschrift Brigitte empfiehlt „Mensch ärgere Dich nicht“; „Busuu“, „Drawing Cartoon“, „Google Earth“, „Barefoot Weltaltlas“, Jugendschutz Net weist monatlich auf empfehlenswerte neue Apps hin, diesen Monat sind es unter anderem: „Bob Collects Clouds“, „Hut-Affe“, „Kleine Forscher“, „Die drei Räuber“, „Ohrenspitzer“, „WM-Spezial“; „Haarzwerge“, „MIXIMAL“, „Monument Valley“, „Martin Luthers Abenteuer“, „Ich warte“, „Die grosse Wörterfabrik“, „Alle meine Farben“, „Quietsch“, „Obstgarten“, „Das ist mein Körper“ und viele mehr.
 
Informieren Sie sich trotz aller Empfehlungen immer selbst von der Qualität der Apps, bevor Sie diese Ihrem Kind überlassen. Machen Sie sich auch schlau, welche Apps für Jugendliche von fachkundigen Stellen empfohlen werden.
 
Die Bundeszentrale für politische Bildung beispielsweise veröffentlicht auf ihrer Seite die Gewinner des pädagogischen Interaktivpreises „Pädi“: Die Rätselapp „The Room“ gewinnt Gold in der Kategorie „Apps für Jugendliche“, ebenso einen Preis gewinnt „Quell Momento“.
 
Kurz möchte ich an dieser Stelle auf „WhatsApp“ eingehen. Diese App wird als Kommunikationsdienst immer beliebter. SMS schreiben ist unter Jugendlichen out. Es sind viele Vorteile, die die Jugendlichen nützen möchten: Es gibt keine Einzelkosten pro Textnachricht, ebenfalls können kostenfrei Bild- und Audiodateien versandt werden. Allerdings wurde der Dienst immer wieder aufgrund mangelnder Sicherheit kritisiert. WhatsApp verschlüsselt seit neuestem die Nachrichten. Dies jedoch birgt auch die Gefahr, dass nun unsere Kinder noch sorgloser schreiben, was ihnen in den Sinn kommt.
 
Mein Tip: Sagen Sie ihrem Kind, es soll per Nachrichtendienst, egal welchem, oder per SMS nur das schreiben, was es auch jedem fremden Menschen auf der Straße erzählen würde. Das ist ein guter Anhaltspunkt. Dann können wir sicher sein, dass es kein Problem ist, sollten die Nachrichten doch an Dritte gelangen. Vielleicht müssen auch wir Erwachsenen noch einmal gezielt über unsere Handy- und Smartphone-Kommunikation per Nachrichendienst und SMS nachdenken.
 
Ihre Eva-Maria Pitman

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.